Meine Eishockeysaison 2013/14

MArkus_profil_eishockeyUnd schwups…viel schneller als man gedacht hätte ist sie auch schon zu Ende: die Saison 2013/14.

Ich hatte eigentlich damit gerechnet, dass wir noch ein bisschen länger Playoff spielen, aber so geht’s eben im Sport manchmal.

Aber ich will mich nicht groß beschweren: Es war insgesamt ein tolle Saison!

Die Hauptrunde
Vor der Saison wurden wir von den vermeintlichen Experten direkt mal aus den direkten Playoffs herausgeschrieben und das Erreichen der Pre-Playoffs erschien für diese Damen und Herren mehr als fraglich.
Wie schön, dass die Experten sich eben doch oft und ausgiebig irren (Wovon sie hinterher natürlich nichts mehr wissen wollen…)

Wir haben schlicht eine phantastische Hauptrunde gespielt.
Der Tabellenplatz 2 zum Ende ist für mich dabei nicht mal das Ausschlaggebendste, sondern höchstens das sichtbare Zeichen für diese Saisonleistung.
Was mich –und wohl auch viele andere – begeistert hat, war der Teamgeist.
Die Mannschaft ist als Team aufgetreten, hat füreinander gekämpft und so haben wir viele Teams geschlagen, die spielerisch deutlich besser besetzt sind, als wir.
So war es eigentlich doch schon immer in Krefeld: Wenn wir als Team zusammengehalten haben, waren wir schon immer schwer zu schlagen!

Auch haben wir selten ein Spiel verloren gegeben. Wenn wir früher 0:2 zurück lagen, dann konnte man eigentlich davon ausgehen, dass wir das Spiel verlieren werden.
Nicht so diese Saison: Wir haben viele dieser Spiele gedreht und gewonnen. Für mich ein Zeichen von guten Teamgeist!

Die Playoffs
Tja, was soll man dazu sagen? Ich bin immer noch ein bisschen sprachlos…
Das erste Spiel signalisierte eigentlich: Wir machen da weiter, wo wir in der Hauptrunde aufgehört haben und schießen Ingolstadt aus der Halle, aber dann kam der Einbruch.

Und was ein Einbruch…

Wir sind sang und klanglos untergegangen.
Nicht das Ingolstadt so gut gewesen wäre oder wie letzte Saison so hart gegen uns gespielt hätte, nein, die Mannschaft ist irgendwie einfach auseinandergefallen und der Coach hat kurzfristig das coachen vergessen.
Aber so geht es eben in den Playoffs: du musst immer zu 100% da sein und fighten, sonst fliegst du!
Wir sind schön geflogen…

Die Auswärtsfahrten
Auch dieses Jahr waren wir natürlich wieder auf Tour!
Ein bisschen weniger, als letzte Saison,aber Düsseldorf, Köln, Iserlohn,Mannheim, Berlin , Hamburg und Ingolstadt waren dann doch (zum Teil auch zweimal) dabei.

Erfreulicherweise kann ich hier eigentlich jedes Jahr dasselbe schreiben: Wir sind überall freundlich empfangen worden und haben viel mit den Fans der anderen Mannschaften gefrotzelt und gefeiert.
So haben ein paar neue Schals den Weg zu mir gefunden und einige meiner Schals sind nun über die Republik verteilt!

So soll es sein!

Ein Highlight war sicherlich unsere Sambafahrt nach Straubing(en). Toll organisiert von den Jungs vom Fanprojekt (die übrigens meistens einen tollen Job machen und zwar Ehrenamtlich!!) war es eine Riesengaudi und sicherlich für jeden Fan eines der Highlights in der Saison!

Mein Fazit
Ich unterteile die Saison für mich in zwei Teile: die Hauptrunde und die Playoffs.

Die Hauptrunde war toll. Wer daran etwas auszusetzen hat, hat – mit allem Respekt – kaum Schimmer vom Eishockey!

Die Playoffs waren, insbesondere nach der Hauptrunde, eine Katastrophe. Und man muss meiner Meinung nach die Leistung in den Playoffs in Relation zu den Leistungen in der Hauptrunde sehen und nicht in Relation zu den Erwartungen vor der Saison.

Es wird zwar von allen Seiten dementiert und ich habe auch keine Ahnung was da passiert sein könnte, aber für mich steht fest, das irgendwas passiert sein muss in der Mannschaft.
Das waren zwei unterschiedlich Mannschaften die ich da gesehen habe, bzw. in den Playoffs habe ich eigentlich gar keine Mannschaft, kein Team mehr gesehen. Ich hatte den Eindruck, die ganze Mannschaft ist auseinandergefallen und wenn unsere eigentliche Stärke, die mannschaftliche Geschlossenheit, weg ist, dann bleibt eben leider nicht mehr viel übrig.

Aber gut, ich schaue vergnügt nach Düsseldorf und freue mich, dass die nicht pleite sind. So kann ich sie mir noch ein bisschen länger da unten am Ende der Tabelle angucken. Das tröstet ein bisschen Zwinkerndes Smiley

In diesem Sinne: Es war schön mit Euch und wir sehen in der Champignons League und in der Saison 2014/15.

Hockey rulez!

Sotschi? Nein Danke!!

markus_grimmigIn wenigen Tagen ist es wieder soweit und die Winterolympiade 2014 in Sotschi beginnt.
Eigentlich eine schöne Zeit für alle, die gerne Wintersport im Fernsehen verfolgen und Spaß an tollen Wettkämpfen haben.
Für mich, als Eishockeyfan gäbe es insbesondere tolle Eishockeyspiele zu sehen, da sowohl die NHL, als auch die KHL für die olympischen Spiele eine Pause einlegen und somit die Nationalmannschaften mit dem besten was die Eishockeywelt zu bieten hat besetzt sein dürften.

Aber: Ich habe beschlossen, mir nichts, aber auch rein garnichts von dieser Olympiade anzusehen!
Ja ja, man soll Politik und Sport immer schön von einander trennen, aber geht das wirklich, wenn die Olympiade in einem Land stattfindet, welches sich – meiner Meinung nach – in die Richtung einer lupenreinen Diktatur entwickelt??
Die Diskriminierung von Homosexuellen findet sicherlich auch noch in anderen Ländern statt. Auch bei uns. Leider!
Aber in Russland hat das doch eine andere Qualität: Dort ist es Teil der allgemeinen Gesetzgebung!
Für mich inakzeptabel!
Für diese Spiele wird großflächig Raubbau an der Umwelt betrieben. Ganze Regionen werden auf staatliche Anordnung hin auf links gedreht.
Für mich Inakzeptabel.
Für diese Spiele wurden eigens neue Gesetze geschaffen, die die Enteignung von Tausenden legalisiert, ohne dass das Recht auf Einspruch bestünde.
Für mich inakzeptabel!
Für diese Spiele wurden zehntausende Arbeiter aus Zentralasien ausgebeutet und fast wie Arbeitssklaven ohne jegliches Recht behandelt.
Für mich inakzeptabel!

Natürlich könnte man all dies Ausblenden und einfach die Spiele und die sportlichen Wettkämpfe genießen.
Was kann man als einzelner schon ändern oder erreichen?
Das will ich Euch sagen: Ich kann mich besser fühlen!
Wenn ich unter solchen Umständen vor dem Fernseher sitzen würde, bliebe doch immer im Hinterkopf irgendwo ein schaler und fader Beigeschmack! Es sind andere, die bezahlen müssen, wenn wir unseren dicken Hintern auf die Couch setzen und alles ausblenden!

Letztlich muss es jeder für sich selbst entscheiden, aber ich habe eben für mich beschlossen, mir keine Spiele von Putins Gnaden servieren zu lassen. Mich erinnert der Showcharakter dieser Spiele doch zu stark an die Spiele in Deutschland 1936….

Aber nochmal: Muss jeder für sich selbst entscheiden.
Wer daran interessiert ist, fundierte Informationen zu bekommen, dem empfehle ich die
Dokumentation von Arte: Putins Spiele. 90 Minuten, in der Mediathek von Arte verfügbar. Sehr ruhige Reportage, unaufgeregt, aber sehr umfassend.
Vielleicht einmal Kontrastprogramm zu dem ganzen seichten Schrott der Privatsender mit top Einschaltquoten!!

Things have changed …Dylan Konzert

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Nur wenig Musik höre ich schon so lange, wie die von Bob Dylan.
Mein ganzes Leben lang  begleiten mich sein Platten. Nicht, dass ich immer alle mochte, aber viele eben schon. Für mich ist es schon etwas besonderes, wen man einen Künstler so lange durch sein Schaffen begleitet und daran teil hat.
Leider hatte ich es bislang nicht geschafft, ihn irgendwann mal live zu sehen.
Bis jetzt.
Gestern in der alten Philipshalle (oder wie sie jetzt heißt: Mitsubishi Electric Halle) war es dann soweit.
Ich bin mit recht gemischten Gefühlen hingegangen, weil ich ich von Bekannten recht viel schlechtes über ihre Konzerterlebnisse bei Dylan gehört hatte.
Und der jüngste ist er ja auch nicht mehr …

Aber ich habe es nicht bereut.
Sicherlich kein Konzert zum rocken und mitsingen, aber ein Abend, um dem Altmeister zuzuhören und zu genießen.

Hätte ich mir gewünscht, er würde mit Gitarre und Mundharmonika auf der Bühne stehen und Lay Lady Lay oder The Times they are a changing nölen?
Sicherlich!
Aber jemand wie Dylan hat wohl auch das Recht nicht ständig das alte Zeug spielen zu müssen, nur damit wir in Nostalgie schwelgen können…
Dylan hat auch nach so vielen Jahren immer noch genug Musik in sich, um sich nicht auf den alten Liedern auszuruhen zu müssen!
So war die Setlist überwiegend bestimmt von Stücken seines letzten Albums von 2012: Tempest. Da ich Tempest großartig finde, war es mir ganz recht. Sehr froh war ich auch, dass er eine recht kräftige Stimme hatte. Das ist ja bekanntermaßen nicht bei allen Dylan-Konzerten so.
In Summe war es ein toller Abend und ich bin froh einen der bedeutendsten Künstler der  populären Musik überhaupt einmal live gesehen zu haben!

Randnotiz:
Düsseldorf scheint irgendwie ein Problem mit übereifrigen Ordnern zu haben. Nerven die schon im ISS Dome beim Eishockey gewaltig, waren die gestern nicht besser.
Wir saßen Oberrang und der Block neben uns war komplett frei. Wahrscheinlich sind die Sitze nicht in den Verkauf gegangen. Aber wehe jemand hat sich da nur 2 Minuten hingesetzt, weil er zum Beispiel Bier holen war und nicht alle Leute in seinem eigentlichen Block nerven wollte, weil er wieder durch wollte: Ruck Zuck war das Ordnerlein da und hat sich aufgeblasen. Völlig sinnbefreit!
Aber was soll’s: Ist eben Düsseldorf Smiley