Social Media Inventur

nachdem mir letztlich mal wieder die Hutschnur hochgegangen ist, als ich so diverse Tweets und Blogs zu einem bestimmten Thema gelesen habe, fand ich es an der Zeit, mal so grundsätzlich über das ganze Social Media Gedöns nachzudenken.
Denn es gibt eigentlich schon so einiges, das mich seit einiger Zeit so ein bisschen stört, nur war ich zu faul oder zu sonstwas, um es abzustellen.

Also erst mal Bestandsaufnahme machen: Wo treibe ich mich rum?
Nun, da wäre dieser Blog, sein unbekannter Bruder, Twitter, Facebook, Foursquare, LastFM, BlipFM, Lovelybooks und als Folge von Twitter: Twitpics, Audioboo und Twitvid.

Wenn man es erst mal alles aufschreibt, klingt es erst mal nach ganz schön viel….

Also erst mal die einfachen Fälle: Meine Blogs. 
Hier bleibt alles genau wie es ist. Ich bin ganz vernarrt in meine Blogs, wenn auch oft etwas enttäuscht darüber, wie wenig heutzutage kommentiert wird, aber so ist es nun mal. Kein Anlass hier etwas zu ändern.

Twitpics, Audioboo und Twitvid brauche ich nicht gesondert zu betrachten, denn sie machen nur in Zusammenhang mit Twitter für mich Sinn. Ansonsten verwende ich ich sie nicht.

Lovelybooks finde ich toll und habe schon so einige gute Anregungen für Bücher dort bekommen. Leider kümmere ich mich viel zu wenig darum und schreibe auch zu wenig da. Das soll sich wieder ändern.

lastfmLastFM und BlipFM können auch bleiben wie sie sind. Dort kommuniziere ich nicht, sondern höre Musik und lasse mich von dem, was andere so hören inspirieren. Eine super Sache, über die ich schon ganz viele neue Musik für mich entdeckt habe, die sonst wahrscheinlich an mir vorbei gegangen wäre.
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Foursquare ist irgendwie so ein Ding für sich. Eigentlich völlig Sinnfrei, aber es macht einfach Spaß. Ich sammle die Mayorships und Badges wo ich kann. Kindisch, aber es mach Spaß.
Kann also auch so bleiben, wie es ist.
 

facebookSpätestens mit Facebook wird es dann schwerer: Ich mag Facebook und die Möglichkeiten zu Kommunikation, die es bietet, recht gern. Ich nutze die Statusmeldungen, die Einladungen und die Bildergalerien und einiges mehr. Im Gegensatz zu Twitter, wo auch schon mal schnell ein Bild getwittert wird, sind die Bilder bei Facebook doch schon anderer Natur. Hier geht es dann schon eher in den privaten Bereich hinein. Leider kenne ich so manche meiner “Freunde” auf Facebook zum Teil gar nicht….
Einige sind über Twitter zu mir ins Facebook gekommen, aber ich habe den Bezug vom realen Namen zum Twitternick längst verloren und weiß zum Teil gar nicht, mit wem ich hier  Bilder und mehr teile. 
Ergo: Hier besteht Änderungsbedarf. Die Freundesliste muss ausgemistet werden. Problem dabei: Ich fühle mich beim “Entfreunden” immer schlecht, weil ich es irgendwie unhöflich finde, jemanden so zu kicken. Ist vielleicht das falsche Wort, unhöflich, aber so ist es im Prinzip.

 

Kommen wir zu Twitter: Nach meinem kleinen Wutausbruch letztlich habe ich einige Tage Twitter und Co nur beobachtet und überlegt, ob das überhaupt noch was für mich ist. twitter
Die klare Antwort: JA! 
Ich finde Twitter nach wie vor toll und das aus verschiedensten Gründen. Der wichtigste ist sicherlich, dass ich so Kontakt halten kann mit Leuten, die ich im richtigen Leben nicht so oft sehen kann, weil wir eben alle so unser Leben haben und nicht Tür an Tür wohnen. Natürlich gäbe es Möglichkeiten neben Twitter, aber so am alltäglichen Leben der Freunde über Twitter teilzunehmen ist doch was anderes, als gelegentliche Telefonate oder ähnliches.
Neben den “echten” Bekannten habe ich außerdem auch so einige virtuelle Bekannte in der Timeline, auf die ich auch nur sehr ungern verzichten möchte.
Also, wenn ich mit dem Ist-Zustand nicht zufrieden bin, aber weiter Twittern will, muss eben der Ist-Zustand angepasst werden.
Mir fiel auf, dass ich immer recht geschwind durch die Timeline scrolle und viele Tweets schlicht überlese und immer bei den selben Leuten anhalte, um die Tweets zu lesen.
Das könnte zu denken geben oder Zwinkerndes Smiley

Also muss die Followerliste ausgedünnt werden.
Und wieder finde ich das unhöflich und fühle mich nicht so ganz wohl dabei, aber dennoch muss es sein.
Ob das nun alles der Weisheit letzter Schluss ist, kann ich noch nicht sagen, aber für den Moment klingt es schlüssig und fühlt sich gut an.
An die bald Entfolgten: Machts gut und vielleicht sieht man sich ja in der Timeline oder auch im echten Leben mal.

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4 Gedanken zu „Social Media Inventur

  1. Ich kanns Dir nachfühlen, denn eigentlich gehts mit genau so. Nur dass ich selten direkt auf Facebook was poste, sondern her meine Tweets und Blogs dahin pushe. Ansonsten werden mal Statusmeldungen kommentiert, oder Links geteilt…
    Twitter ist in letzter Zeit für mich eher ne Einbahnstraße: Ich lese fast nur noch, schreibe wenig. Und dazu eben auch die Blogs und Foursquare. Aber auch ich scrolle die Timeline eigentlich nur noch recht fix durch, und bleibe meist an bestimmten Keywords hängen. Von wem die dabei stammen, ist dabei eigentlich egal.
    Was nun die "Freunde" angeht, speziell auf Facebook… Eigentlich wollte ich nur als Freund akzeptieren, wen ich auch persönlich kenne. Also wenigsten einmal getroffen haben, oder zumindest mal mit der betreffenden Person telefoniert haben. Aber wie das so ist, die Vorsätze wurden schnell über den Haufen geworfen. Besonders im Bereich der Piratenpartei und unter den Schalkefans habe ich jede Menge "Freunde", die ich gar nicht kenne… Da ich das aber auch gerne als Informationsquelle nutze, werde ich wohl auch niemanden "entfreunden". Und zumindest unter den Piraten kann ich am kommenden Wochenende auf dem Bundesparteitag einige Leute sicher auch mal persönlich kennen lernen.
    Die Twittertimeline müsste ich aber wirklich mal ausmisten. Ich kann nicht verstehen, wie einige ihre Timelines mit 12.000, 13.000 oder noch mehr Zwitscherern handeln können. Und da ich mir auf Followerzahlen nix einbilde, kann ich auch damit leben, wenn andere mich zurück-entfolgen…

  2. Hach ja. ;-) Wer von uns hat sich solche Gedanken nicht schon mehrfach gemacht?
    Facebook hatte ich von Anfang an auf zwei Accounts verteilt, was für mich auch immer noch Sinn macht. Als ich das damals auf meinem Blog mitteilte, wurde mir mehrfach virtuell der Vogel gezeigt und Unverständnis mitgeteilt…
    Inzwischen weiss ich: Es war genau richtig. Facebook mit Bloggern und Twitterern zu teilen fühlt sich doppelt gemoppelt an.
    Auf meinem privaten Facebook habe ich einige wenige, die ich zumindest schonmal face2face getroffen habe. Also insgesamt adde ich dort nur echte Bekannte und Freunde. So funktionieren dann auch die Freundschaftsvorschläge- damit hab ich schon viele alte Bekannte wiederentdeckt. und das macht für mich Facebook aus.
    :-)

  3. Und weil Du nicht mehr twitterst, bin ich heute auf Deinem Blog gelandet und habe gedacht: Mal schauen, ob da was steht, was er so macht, etc.pp. Und siehe da, direkt ein Eintrag zum Thema. :D
    Es ist ja schließlich schon irgendwie merkwürdig, wenn ich gar keine Eishockey-Tweets mehr von Dir lese oder es keine neuen Foddos von den Fellnasen gibt – so geht das nicht, von daher hoffe ich, dass ich nicht zu den Entfolgten gehören werde – aber selbst, wenn, akzeptiere ich das natürlich. :)
    Die Gedanken kann ich nachvollziehen, mein neuer/alter FrauSchaaf-Acc bummelt sich mittlerweile dauerhaft so bei zwischen 120 und 150 Verfolgten und Verfolgern ein, zwischendurch miste ich immer wieder mal aus und das passt mir, einfach, nachdem ich mich vor 2 Jahren mal ziemlich angegriffen gefühlt habe von einigen meiner über 400 Follower. 
    Manchmal (oft) ist weniger eben doch mehr. Ich würde mich jedenfalls freuen, Dich bald wiederzulesen.

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