Hacker sind Kriminelle

Hacker

Es gab mal eine Zeit, da war ein Hacker eine Art Lichtgestalt.
Im aufkommenden Zeitalter der Vernetzung waren es Clubs wie der Chaos Computer Club die uns durch ihre Aktionen gezeigt haben, dass wir zu leichtsinnig mit den neuen Techniken umgehen.
Nun bin ich nicht mit allen Grundsätzen der Hackerethik einverstanden, aber sie hat Substanz in der Form, dass man sich darüber sachlich streiten kann.
Die frühen Aktionen der Hacker waren dazu angetan uns zu zeigen wie wenig wir von den Gefahren der neuen Technik in Wirklichkeit verstanden.
Sie haben Webseiten gehackt, sich Zutritt zu Firmennetzen verschafft und sich in öffentliche Netze geschlichen.
Aber: Sie haben nichts zerstört!
Sie haben für jeden sichtbar Zeichen hinterlassen, dass sie da waren und das war es dann. Wir sind vorgeführt worden in unserer Technikgläubigkeit und dafür habe ich große Sympathien!
Auch heute noch!
Denn ich glaube, wir brauchen Leute, die uns darauf hinweisen, wenn wir zu blind hinter dem nächsten Technik her hecheln und dabei vergessen innezuhalten und über die Konsequenzen und Gefahren nachzudenken.

Was ist davon geblieben?
Nichts!

Gruppen wie Anonymous beanspruchen heute für sich das Recht die neue Elite des Netzzeitalters zu sein. Sie definieren für sich was Recht und was Unrecht in der digitalen Welt ist und leiten für sich daraus auch die Freiheit ab, in dieser digitalen Welt Kriege zu führen.
Gegen uns!
Ich ordne sie für mich im faschistischen Bereich ein, wenn man Faschismus auch so versteht, dass eine Gruppe, üblicherweise eine Minderheit, glaubt bestimmen zu dürfen, was für die Mehrheit richtig ist und andersdenkende mit allen Mitteln bekämpft und diskriminiert.
Wenn also Anonymous zum Beispiel Facebook angreifen will, weil sie uns alle vor dessen Zugriff retten wollen und denken, dass wir schon lange nicht mehr Herr unseres eigenen Geschickes sind und somit auch lange nicht mehr bei Facebook wären, wenn wir die Mechanismen von Facebook nur richtig verstanden hätten, dann sind dies genau die überheblichen diskriminierenden verachtenden Denkstrukturen, die Faschisten üblicherweise aufweisen. 

Daraus leitet sich auch ab, dass wir diese Gruppe leider nicht mehr als picklige, vor dem Computer onanierende Einzelgänger abtun  können, die all dies nur tun, weil sie so gerne mal ein paar echte Brüste anfassen würden.

Wir haben es hier meiner Meinung nach hauptsächlich mit zweierlei Gruppierungen zu tun:

Die Kriminellen
Hier braucht man wohl nicht viel zu sagen: Sie hacken Firmennetze, um mit den Informationen Geld zu verdienen. Sie stehlen unsere Daten und benutzen sie entweder selbst oder verkaufen sie.Hierzu gehören auch Staaten, die ganze Abteilungen von Hackern unterhalten, um gezielt Industriespionage zu betreiben.  Es geht schlicht um Geld und somit erübrigt sich wohl jede Diskussion:

Es sind Verbrecher!

Die Ideologen
Ihnen geht es nicht um Geld, sondern darum, Ihre Gesinnung und Meinung einfach dem Rest der Welt überzustülpen. Wie bei arroganten überheblichen, aber leider mit erheblicher Intelligenz ausgestatten Menschen üblich, betrachten sie sich als deutlich über uns stehend. Unsere Meinung zählt nicht, weil sie per Definition fasch ist, wenn sie von ihrer abweicht.
Da sie das System –vermeintlich- besser verstehen als wir und letztlich nur unser bestes wollen, haben sie das Recht zu tun was immer sie wollen. 
Und sie tun es.
Nun kann es schon ein Kick sein, in ein Firmennetz einzudringen und Daten dort zu stehlen, allerdings kann die Firma das viel Geld kosten und zumeist kostet es einigen Leute ihren Arbeitsplatz. Der Einbruch in ein Firmennetz ist genauso ein Einbruch, wie der physische Einbruch in in das Bürogebäude der Firma. Letztlich ist er sogar schlimmer, weil wir heute unsere Firmenwerte digital aufbewahren. Eine im Internet stolz veröffentliche Konstruktionszeichnung, gestohlen von einem Firmenrechner, kann eine Firma ein oder mehrere Jahre Forschungsarbeit, Vorsprung vor der Konkurrenz kosten und damit letztlich Arbeitsplätze gefährden!  

Ergo: Es sind Kriminelle!

Und es ist an der Zeit, dass wir uns wehren!
Ich bin bereit jederzeit über die Art und Weise zu reden und zu streiten, wie die digitale Welt und die vernetzte Welt aussehen soll, auch mit Gruppierungen die meiner Ansicht nach wirre Ideen vertreten Ich streite mich immer und jederzeit mit jedem um die Sache, aber nur wenn wir vorher einen Grundsatz als gegeben hinnehmen:

Es gibt Gesetze und die haben, bis sie in einem demokratischen Prozess abgelöst wurden, Gültigkeit.

Und nicht nur das unbefugte Eindringen oder Beschädigen fremder Netzwerke unterliegt dem deutschen Strafgesetzbuch, sondern auch das Verbreiten bestimmter Ansichten. Das ewige Schlagwort Zensur, von lauter Leuten in den Mund genommen, die nicht über ihre eigene Nasenspitze hinaus denken können erzeugt bei mir fast Brechreiz. Lieber erlauben wir jede Diskriminierung und Beleidigung der Minderheiten in userem Lande, bevor wir uns der Zensur beschimpfen lassen??

Auch das Internet ist kein Rechtsfreier Raum!!

Es gibt Meinungen und Äußerungen, die NICHT der freien Meinungsäußerung unterliegen, sondern zum Beispiel den Strafbestand der Volksverhetzung oder Diskriminierung von Minderheiten aufweisen.
Ich bin nicht geneigt so etwas zu tolerieren!
Es macht keinen Unterschied, ob jemand auf einer Party, mit einem Bier in der Hand gegen Minderheiten in strafbarer Weise Stimmung macht oder in einem Forum oder Blog! Beides gehört geächtet und gegeben falls angezeigt!

Ich für mich will mit all den Spacken nichts zu tun haben und tue in der digitalen Welt, was ich auch in der realen Welt tue:

Kommt Ihr mir unter, zeige ich Euch an, denn ich halte Euch für Kriminelle!

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