Zwischenruf

Nur kurz zwischendurch: Nun ist das Gesetzt zur Zensur von Internetseiten mit leichten Abwandlungen durch und die Blogger und Twitter Welt scheint Kopf zu stehen. Ich meine, auf welchem Planeten lebt Ihr denn? Bevor die Frage aufkommt: Ja, auch ich habe gezeichnet, aber mehr um meine Meinung kund zu tun, als wirklich in dem Glauben etwas ändern zu können.

Viele Blogeinträge und Tweets gehen mir wirklich auf den Geist: Wir leben in einer Demokratie und das kann dann auch bedeuten, dass die Mehrheit Dinge anders sieht als ich oder sich schlicht für den Sachverhalt nicht interessiert. Das muss man akzeptieren!

Die Meinung des des Andersdenkenden so nieder zu machen und so niedere Beweggründen zu unterstellen, wie ich es zum Teil gelesen habe, ist für mich intellektuell getarnter Faschismus.

So, das musste jetzt mal rauß!

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5 Gedanken zu „Zwischenruf

  1. AndersDENKENDE wäre ja OK. Aber die Mehrheit der Bürger, weiß ja eben gar nicht, worum es geht. Das ist das Problem. Leider zählen da auch garantiert etlliche, wenn nicht die Meisten, der Abstimmenden im Bundestag dazu.

    Du machst es Dir sehr einfach.

  2. @Andreas:
    Jaap, ich gebe Dir teilweise recht: Ich habe es mir einfach gemacht. Der Eintrag ist im Prinzip einfach raus gerotzt und veröffentlicht bevor ich zwei mal nachgedacht habe.
    Aber so ist’s manchmal im Leben: Manche Dinge müssen manchmal gesagt werden, auch wenn man sie viel differenzierter betrachten kann (was ich gewöhnlich tue).
    Betrachte es als Polemik.

  3. Andreas, ich finde, Sie machen es sich auch etwas einfach, indem Sie denjenigen, die eine andere Meinung vertreten, einfach das Wissen absprechen. Also kurz: Wer nicht meiner Meinung ist, kann keine Ahnung haben, deswegen sollte er auch gar nicht abstimmen dürfen.

    Mal eine Frage: Wieviel verstehen wohl die Bundestagsabgeordneten von den physikalischen Zusammenhängen bei Atomkraft? Oder von den chemischen Zusammenhängen der Erderwärmung? Oder militärtaktischen Erwägungen beim Truppeneinsatz? Dennoch stimmen sie für oder gegen Atomausstieg, für oder gegen die Reduzierung von Treibhausgasen und für oder gegen den Einsatz in Afghanistan oder die Plazierung von amerikanischen Raketen in Europa.

    Nur, weil wir ausnahmsweise mal ein Thema haben, bei dem wir mehr Wissen haben, bedeutet das nicht, daß unsere Stimme mehr Gewicht hat als anderes.

  4. @German Psycho
    Ich sage nirgends, dass die Uninformierten nicht abstimmen sollen! Leider ist genau das vielfach das Problem. Da hilft aber kein Ausschluß der Fachfremden bei Abstimmungen, da hilft nur eine bessere Information und die Aufhebung eines (natürlich nicht existenten) Fraktionszwanges.

    Von der Wichtung der Stimmen habe ich nirgends geredet.

  5. Sie sprechen davon, daß der Autor des Beitrages es sich zu einfach mache, wenn er fordert, daß man auch Abstimmungsergebnisse akzeptieren müsse, die der eigenen Meinung widersprechen. Sie führe aus, daß die Andersdenkenden eben nicht DENKEN. Daher ist der Schluß doch naheliegend, daß Sie eben doch finden, daß informierte Stimmen richtiger seien als andere.

    Beim Thema Fraktionszwang und Information stimme ich Ihnen natürlich zu. Aber wir müssen akzeptieren, daß nicht jeder Abgeordnete sich ausführlich über alle Themen informieren kann. Dazu stehen zuviele unterschiedliche und häufig extrem komplexe Themen zur Debatte. Und wenn der Einzelne realistischerweise keine fundierte Meinung haben kann (weil er bspw. kein Informatiker ist und das Thema zu komplex ist, um sich mal eben darüber zu informieren), dann kann es schon vernünftig sein, sich mit einem Parteikollegen abzustimmen, der meist eine ähnliche Grundeinstellung hat, sich in einem konkreten Thema aber besser auskennt.

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