abgetaut….

freezersSo schnell kann es gehen, wenn man in einer Randsportart unterwegs ist: Innerhalb von 6 Tagen macht der Investor den Geldhahn zu und der Laden ist dicht.
Und das ja auch nicht gerade bei einem kleinen Verein: Die Freezers hatten immerhin im Schnitt knapp 9.000 Zuschauer pro Spiel, einen Gesamtetat, der wohl um die 10 Millionen gelegen haben dürfte und hatten eine moderne Arena in einer attraktiven Großstadt.

Aber sei es drum: Ich will hier nicht über die Macht des Geldes und die Kommerzialisierung des Eishockeys reden. Das wäre ein anderes Thema und es gibt viele Meinungen dazu…

Was mich an diesem traurigen Fall tröstet:
Der bundesweite Zusammenhalt der Eishockeyfans.
Während im Fußball wahrscheinlich die Fans der anderen Teams bei gleicher Lage Freudenfeste gefeiert hätten und  das Netz vor schadenfrohen Kommentaren nur so übergequollen wäre, ist beim Eishockey wirklich eine Welle der Solidarität durch Deutschland gegangen.

In nahezu allen Eishockeystandorten (von Düsseldorf hab ich jetzt nichts gesehen oder gelesen…) haben Fans ganz spontan kleine Aktionen auf die Beine gestellt. Man hat sich deutschlandweit getroffen und sei es nur, um ein Bild der eigenen Farben zusammen mit denen der Freezers zu machen.
Natürlich hat jeder gewusst oder geahnt, dass dies alles nichts beeinflussen würde, aber es ging darum, den anderen Fans zu zeigen: Im Eishockey sind wir letztlich doch noch eine Familie.

Und so traurig das ganze eben ist, so froh stimmt mich der Zusammenhalt der Fans,wenn es ernst wird.

Letztlich gilt eben doch für die meisten von uns immer noch: in den Farben getrennt, in der Sache vereint!

Darum bin ich wirklich, bei all den Nachteilen und Unsicherheiten, froh, Fan einer Randsportart und Mitglied einer solchen Fanfamilie zu sein!

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