Und was bring das?

twitterific Wahrscheinlich haben viele Twitterer, nachdem sie das Prinzip von Twitter erst mal grundlegend erklärt haben schon mal ein ähnliches Gespräch mit einem oder mehreren Leuten aus dem engeren Umfeld geführt:

(…)
Jemand: Du sagst also so zum Beispiel Guten Morgen zu denen?
Ich:         jaa, mach ich wohl…ich twittere das aber…
Jemand: Und dann erzählst Du von Deinem Frühstück??
Ich:         Kann schon passieren
Jemand: Aber das interessiert doch keine Sau oder wie?
Ich:         ist ja auch nicht wichtig…
Jemand: ja, warum schreibst Du’s dann?
Ich:         Weil mir danach war und….
Jemand: und wenn Dir nach pinkeln ist?
Ich:         Aber darum gehts doch garnicht….
Jemand: Aber Du hast doch echte Freunde?
Ich:         Das eine hat doch nicht unbedingt was mit dem anderen zu tun….
Jemand: Aber Du kennst DIE doch gar nicht, das können doch die totalen Psychos sein…
Ich:         Direkt alle??
Jemand: Kennt man doch:”Ich bin ne hübsche 18-jährige und scharf auf Dich” und in echt 80-jähriger schwuler Opa..
Ich:         Aber ich such ja gar keine hübsche, scharfe 18-jährige…
Jemand: War ja auch nur mal ein Beispiel…kann man beliebig übertragen..
Ich:         Jetzt übertreibst Du ein wenig, zumal ich ein paar ja schon in Echt getroffen hab, beim Grillen..
Jemand: Was.. Du bist dahin, zu Denen? Du kennst die doch garnicht..
Ich:         Nee, ich hab die zu uns eingeladen
Jemand: Zu Euuuch? Nach Hause? Das ist doch irre! Jetzt wissen die, wer Du in Wirklichkeit bist….
Ich:         Du übertreibst! Die meisten sind nette Leute. Natürlich gibt’s da auch bekloppte..
Jemand: Aha!
Ich:         Aber bekloppte gibt’s doch auch hier
Jemand: Aber das ist doch ganz was anderes!
(…)

Diese Art von Gespräch ließe sich in dieser und ähnlicher Form beliebig weiterführen und damit ich all diese Leute einfach auf meinen Blog verweisen kann, hier meine Gründe, warum ich twittere:

Angefangen habe ich eigentlich nur aus reiner Neugier. Da war was (für mich) neues, also mal frisch ans Werk und ausprobiert. Wie’s der Zufall so wollte an die Richtige gekommen und das Frotzeln über Eishockey angefangen. Hat einfach Spaß gemacht. Wie`s dann eben so ist bei Twitter, die Follower der anderen mal angeguckt und so wurden es halt immer mehr, mit denen man Twittert.

Interessant finde ich bei Twitter die Vielzahl der unterschiedlichen Leute und Ideen, auf die man trifft. Von Normalos, wie ich einer bin, über Sportler,Künstler, Businessleute bis hin zu einfach nur einer Idee, wie die Kuechenlampe eine ist (nein, ich werde die Kuechenlampe nicht erklären, das brächte mir wieder zu viele ist jetzt nicht Dein Ernst oder ein lol), trifft man alles dort. Die Eine malt alle ihre Follower, die Andere erzählt eine Geschichte, in der alle Follower vorkommen, mit anderen Worten: jeder macht eben, wonach ihm/ihr/es gerade ist und findet die jeweiligen Leute dort, die daran interessiert sind.

Jetzt hab’ ich ja schon gelernt, das Twitter eigentlich kein Chatclient ist, was mir persönlich aber relativ egal ist. In den meisten Fällen chatte ich einfach mit den verschiedenen Leuten.

Nun habe ich auf diversen Webseiten recht tiefgründige und intellektuelle Ausführungen zu Twitter gelesen und das mag ja auch alles richtig sein, aber ich bin wie so oft ein wenig einfacher gestrickt:

Der nach wie vor vor ausschlaggebende Punkt für mich ist: Es macht mir Spaß. As easy as that! Ohne tiefen Hintergrund, es macht mir einfach Laune. Viele der Leute, denen ich so folge, bringen mich regelmäßig zum Schmunzeln, bis hin zum Lachen und das allein ist es für mich schon wert, weiter zu Twittern.

Ein weiterer Punkt ist sicherlich das große Netzwerk, wenn man mal zu irgendwas Hilfe oder Tipps braucht. Auch hier wird man oft schnell und kompetent auf entsprechende Webseiten verwiesen, wo man dann die Lösung nachlesen kann. Die Reaktionszeiten hier sind geradezu sensationell und die Hilfsbereitschaft würde ich als überdurchschnittlich bezeichnen.

Nachrichtenverbreitung ist sicherlich auch immer ein Thema bei Twitter, aber eigentlich nicht so wichtig für mich, weil spätestens am nächsten Tag erfahre ich sie auch so.

Was immer wieder Spaß macht, ist, ein bestimmtes Geschehen (Film, Sportereignis etc.) mit Vielen virtuell zu erleben. Also man sieht zum Beispiel einen Film und twittert zwischendurch mit anderen über diesen. Albern oder nicht, ich find’s gut.

Ein neuer Aspekt ist für mich auf Dienstreisen dazugekommen: Da ich öfter auch mal 2 Wochen oder mehr weg bin, bleibt doch oft nur wenig Kontakt nach Hause.  Zum Beispiel auf Grund von Zeitverschiebung.
Twitter hat bei den Leuten, denen ich folge, nur eine relative kurze Zeit der totalen Funkstille. Wenn in Deutschland noch alle schlafen, wird Indien schon wieder wach und kurze Zeit später folgen die Frühschichtler in Deutschland und so geht das weiter bis hin zu den Nachteulen, die den Weg ins Bett nur schwer bis gar nicht finden.
Hier ist Twitter sicherlich sowas wie eine Art Heimatlink. Anderes Wort fällt mir jetzt nicht dafür ein. Wenn man in Amerika sitzt, ist alles in Deutschland, von Hamburg, übers Ruhrgebiet bis hin zum Bodensee und Bayern, Zuhause. Und es gibt einem auch ein Stück weit das Gefühl weniger weit weg zu sein, wenn man mit den selben Leuten quatscht, wie Zuhause.

Bliebe vielleicht noch der Punkt,  Twitter als Vorstufe zu persönlichen Treffen und Bekanntschaften.
Für mich jetzt vielleicht nicht so wichtig. Ich bin nicht so recht der Gesellige…ich mein, ich bin jetzt auch nicht ungesellig, aber ich muss mich nicht sofort mit jedem Treffen und überall dabei sein….
Aber einmal habe ich auch schon an einem solchen Treffen, einem sogenannten Tweetup teilgenommen und muss sagen, ich habe es nicht bereut. Wir haben mit ein paar Leuten zusammen gegrillt und ich hatte so die Chance ein paar wirklich nette Leute persönlich kennenzulernen. Das würde ich sicherlich auch wieder tun, aber das Bedürfnis, die Leute persönlich kennenlernen zu wollen, reduziert sich dann schon auf einige. Aber zu Unterschätzen ist diese Funktion von Twitter sicherlich auch nicht.

So, das waren eigentlich mal so meine Gründe, warum ich twittere. Ziemlich unspektakulär, nicht so wirklich hip und intellektuell, aber was soll ich sagen: Mir Egal.

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4 Gedanken zu „Und was bring das?

  1. Wunderbar zusammengefaßt und dargestellt. Und ich komme auch vor! Das ist natürlich das Wichtigste ;)

  2. Moin Markus,

    passiert ja nicht oft das ich noch bevor ich Twitter hoch gefahren habe schon einen Blog gelesen habe. Heute ist so ein Tag denn wenn dein Blog in meinem RSS Stream auftaucht dann wird der immer komplett gelesen (und meist auch kommentiert).
    Ich bin ja einer derjenigen der mit gegrillt hat. Und mal davon ab das deine gefüllten Frikadellen der wahre Bringer sind war es ein Abend der alles was du über Twitter geschrieben hast nur nochmal unterstreicht.

    Bei einem Laufevent habe ich dich zwar noch nicht life an der Absperrung gesehen aber die vielen aufmunternden Tweets die mir Moni immer wieder rein gerufen hat und die auch von dir kommen bauen immer wieder auf und sind für noch mal 5 Sekunden auf den Kilometer weniger gut (weniger gut im Sinne von sie machen schnell und die Zeit pro km wird weniger). Die PB mit unter 4h auf den Marathon zeugt auch hiervon.
    Und wäre ich jetzt nicht gerade in einer Woche Heimurlaub ich würde diesen Kommentar auf deiner Cherry Tastatur schreiben die mich nach Maastricht begleiten durfte. Im Gegenzug zu diesem auf Twitter basierenden Geben und Nehmen haben Moni und ich für dich gestern einen Bastelabend eingelegt. Was genau dabei raus gekommen ist wird nicht verraten. Das wird dann im Rahmen eines Kaffees zwischen BO und KR in E wohl erst gezeigt und übergeben.
    Zu dem Zeitpunkt werde ich dann wohl wieder in Maastricht sein und ’nur‘ via Twitter an dem Augenblick teilhaben können. Aber das ist eben kein einschränkendes nur.

    In diesem Sinne.
    Ich bringe jetzt mal realen Kaffee zu einer gemeinsamen Followerin.

    Markus

  3. Den Dialog am Anfang kenne ich nur zu gut. Klasse geschrieben. Bin geehrt einer von DENEN zu sein und stehts zu Diensten mit Ratschlägen, Informationen über Affen und Schlangen und würde mich freuen irgendwann mal einen echten Chai mit Dir zu trinken.

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