Blog Action Day ’09

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Dieses Jahr haben die Macher von www.blogactionday.org die Blogger aufgefordert alle am gleichen Tag einen Blog zum Thema Klimaerwärmung zu schreiben. Das Thema soll dabei von allen Seiten beleuchtet werden, natürlich mit dem Hintergedanken, etwas zu bewegen.

Ist eine gute Sache, also hab ich gedacht: ich mach mit!

Aber was schreib ich nun? Klimaerwärmung…Weiß doch jeder was das ist und wo das herkommt….mhhh, ich weiß es mal wieder nicht genau oder nur in etwa.

Klar weiß ich ne Menge, man liest ja bald jeden Tag darüber, wie warm es wo werden wird, welche Insel absaufen wird und so weiter und so weiter. Und natürlich ist auch jeder Sturm plötzlich eine Folge der Erderwärmung… Außerfrage steht dabei in aller Regel die Annahme, diese Erderwärmung sei auf den Menschen und sein Handeln zurückzuführen. Angesichts der Sauereien, die wir überall so veranstalten, ja vielleicht auch nicht von der Hand zu weisen.

Wenn man aber anfängt tiefer zu graben, steht plötzlich Experte gegen Experte und das Detailwissen, das sie verbreiten ist so schwierig zu verstehen, dass ich mir plötzlich keine gradlinige Meinung mehr zutraue. Um Ansatzweise beurteilen zu können, wer recht haben könnte, müsste ich das Thema nun selber studieren. Am Ende könnte die Erwärmung doch auf Zyklen im Wetter zurückzuführen sein?!

Was nun?

Also dachte ich mir, wie wär es denn, wenn wir uns so Verhalten würden, dass es in keinem Fall schaden würde, egal wer nun am Ende recht hat?

Wenn wir so weiter machen, wie wir es im Moment tun und die Leute recht haben, die meinen, wir würden die Erderwärmung auslösen, da wären wir ja schön angeschmiert.

Wenn wir aber anfangen würden, ein bisschen auf die Umwelt zu achten, kann es in keinem Fall schaden, egal wer nun recht hat am Ende.

Nur finde ich, dass wir viel zu oft mit wir eigentlich die meinen. Also wir sagen: Wir sollten auf die Umwelt achten und meinen doch eigentlich die Industrie, die Politiker, die Länder, die den Regenwald abholzen etc.

Indem wir das Problem einfach nur groß genug machen, sorgen wir für die perfekte Ausrede: Was kann ich denn schon tun? Mein Beitrag fällt gar nicht auf.

Und da ist der Punkt, wo ich nicht bei Euch bin. Wie oft habe ich schon mit Leuten zum Beispiel über die grauenhafte Massentierhaltung gesprochen und sie waren immer meiner Meinung und sind dann am nächsten Tag zum Diskounter gegangen und haben ihr Fleisch da gekauft. Da komm ich einfach nicht mehr mit.

Das kann man problemlos übertragen auf die Erderwärmung. Jeder ist dagegen und der Meinung: Da müssen wir was machen. Aber abgasärmer Autofahren durch Geschwindigkeitsbegrenzung zum Beispiel? Geht ja gar nicht! Wo haste denn den Quatsch her?

Was ich eigentlich sagen will: WIR bewegen die Dinge! Wenn wir Strom sparen, wo es geht, und einfach versuchen uns ein wenig an die Umwelt und das was sie verkraften kann, anzupassen, dann kann das funktionieren. Man muß nicht immer  gleich zum Heiligen werden, um etwas zu leisten. Es reicht doch, sein persönliches Umfeld zu überprüfen: Kann ich Müll vermeiden, kann ich Energie sparen. Und zwar alles in meinem Rahmen.

Also sind wirklich WIR gemeint, wenn es heißt: Wir müssen was tun.

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4 Gedanken zu „Blog Action Day ’09

  1. :-)
    gleicher Tenor – finde ich klasse!

    Oder um es in den Worten von THE THE zu sagen … ‚if you can’t change the world – change yourself!‘

  2. Genau das habe ich auch schon oft gedacht. Wenn jeder nur einen kleinen Beitrag leistet, sieht das Ganze schon besser aus. Und wenn die Anderen nicht mitmachen: auch durch ein gutes Beispiel und Konsequenz kann man überzeugen. Außerdem: manchmal entdeckt man für sich selber auch noch weitere Vorteile.

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