Die Terrorwarnung und ich….

Bild eines Terroristen mit AK47

Allenthalben hört man in diesen  Tagen Warnungen vor Terroranschlägen, die hier bei uns stattfinden sollen oder zumindest geplant sind. Angeblich hat man gute Erkenntnisse, die es nahelegen, solche Warnungen auszusprechen.
Natürlich kann ich nicht überprüfen, ob solche Warnungen nun objektiv wahr sind, aber mein gesunder Menschenverstand sagt mir, dass wohl niemand aus einer deutschen Regierung solche Warnungen nur deshalb aussprechen würde, um durch Angst den Boden für diverse Gesetzesverschärfungen  zu bereiten. Ich weiß, dass es in bestimmten Kreisen diese Meinung gibt, aber ich für mich glaube sie nicht.

Aber glaube ich dann der Warnung? Fühle ich mich bedroht?

Objektiv eher nein, aber subjektiv eigentlich schon….

Warum das so ist? Nun, ich glaube eine freiheitliche demokratische Gesellschaft kann sich letztlich nicht gegen heimtückischen Terror wehren, ohne alles aufzugeben  wofür sie steht. Natürlich können wir Polizisten mit Maschinenpistolen zu großen Bahnhöfen oder Flughäfen schicken, aber das ist doch am Ende eher ein symbolischer Akt, denn erwarten wir wirklich einen Terrorangriff durch Bewaffnete? Doch wohl eher nicht. Wahrscheinlicher dürfte doch wohl eher sein, dass man versuchen wird, irgendwo eine Bombe zu legen und dagegen  kann man sich quasi nicht wehren.

Was also tun?

Sicherlich haben all die recht, die sagen, dass man das Übel dort beheben muss, wo es entsteht. Also in Palästina in Afghanistan und so weiter. Aber wie realistisch ist das wirklich? So lange wird das schon probiert….
Der natürliche Ansatz für uns dürfte sicherlich die geheimdienstliche Arbeit sein. Also Aufklärung im Vorfeld einer Tat.
Da frage ich mich dann aber, wie das gehen soll, wenn wir versuchen den Behörden jede Möglichkeit zu nehmen, wie sie effizient aufklären  können: Für diese Aufklärung muss man doch Geldflüsse nachverfolgen können, Netzwerke entdecken können, die sich fast völlig unbehelligt im Internet tummeln und sich dort erstklassig organisieren können. Sicherlich muss ich auch Telefone abhören und so weiter. Das wichtigste dürfte aber am Ende sein, all diese Informationen miteinander zu verknüpfen, um über Muster und Querverbindungen diese Organisationen aufdecken zu können.

Wenn ich all dies zulasse, habe ich dann meine Freiheit dem Terror schon geopfert?

Ich persönlich glaube nicht, aber das muss dann am Ende wohl jeder für sich selbst entscheiden…

Was mir mindestens genauso viel Angst macht ist, was wohl mit diesem Land passiert, wenn wir zum Beispiel in kürzerer Zeit das Opfer von zwei oder drei Terroranschlägen würden, die Menschenleben kosten.
Wir haben bereits heute ein recht hohes Misstrauen  gegenüber Muslimen, die bis hin zur offenen aggressiven Ablehnung geht und da in Deutschland ein hoher Anteil der Bevölkerung als zumindest latent fremdenfeindlich gilt, kann man sich wohl vorstellen, in welche Richtung neue Gesetze gehen würden. Und ich bin davon überzeugt, dass unter solchen Umständen solche Gesetzte ein hohes Maß an Zustimmung erfahren würden. Wenn die Volksparteien sie nicht aus Opportunismus propagieren würden,findet sich schon jemand anders, der das in die Hand nehmen würde.

Und dann, da bin ich sicher, wird dieses Land seine Freiheit erneut verloren haben.

Was also tun? welcher Weg ist der richtige? So ganz genau kann ich das auch für mich nicht entscheiden.

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