GDL, oder ein Land in Geiselhaft

Vorab: DiesHandschellen ist nicht gegen Gewerkschaften gerichtet, die meiner Meinung nach eine wichtige Rolle in unserer Gesellschaft einnehmen, sondern es ist die Frage nach der Verhältnismäßigkeit!

Dieser Tage tritt die Gewerkschaft der Lokführer (GDL) mal wieder in erste Warnstreiks und legt schon mit diesen ersten Aktionen das gesamte Land halbwegs lahm.
Wie mag das Aussehen, wenn sie erst in einen regulären Streik einsteigen?

Da ist eine Zwergengewerkschaft, die gerade einmal 26.000 Arbeitnehmer vertritt, die aber eine Macht hat, von der jede andere Gewerkschaft und sei sie auch noch so groß, nur träumen kann.
Man vergleiche zum Beispiel mal VerDi, die 2,3 Millionen Mitglieder hat oder die IG Metall, mit 2,2 Millionen Mitgliedern: Diese Riesengewerkschaften haben nicht einen Bruchteil der Macht und Durchsetzungsfähigkeit, der GDL.

Wie kann das angehen?

Nun die GDL bestreikt im Gegensatz zu den anderen Gewerkschaften nur vordergründig einen Betrieb, sie bestreikt ein ganzes Land. Gerade in den Ballungsräumen geht es nicht ohne Züge, die die Pendler zur Arbeit und wieder nach Hause bringen. In dem Maße, in dem wir nicht zur Arbeit kommen, nicht nach Hause kommen und unnötig Zeit auf Bahnhöfen verbringen, steigt der Frust im Land, bis zu dem irrationalen Punkt, wo es heißt: Gebt ihnen doch was sie wollen, Hauptsache  es fahren wieder Züge!

Mich frustriert das sehr und ich spreche dieser lausigen Gewerkschaft das Recht ab, mich persönlich vor ihren Karren zu spannen! Sie streiken bei einem Unternehmen, welches ohnehin schon eine schlechte Performance an den Tag legt und sie streiken für eine Gleichmacherei, die ich persönlich so nicht in Ordnung finde: Warum sollen alle Lokführer, egal bei welchem Unternehmen sie arbeiten, das gleiche verdienen? Verdienen denn alle Buchhalter überall das gleiche, solange sie nur in der gleichen Branche arbeiten?? Wohl kaum.
Das Lohnniveau gehört zum Wettbewerb von Unternehmen dazu, wie alles andere auch. Will ich bessere Mitarbeiter, muss ich bessere Bedingungen schaffen. Punktum! Ausnahme hier ist natürlich, wenn ich geringstqualifizierte Arbeitnehmer habe, die schlicht und ergreifend ausgebeutet werden!

Kein Lokführer nagt, soweit mir bekannt, am Hungertuch, sondern es geht doch eigentlich nur darum, dass die GDL sich selber größer machen will, anderen Gewerkschaften, die sich zum Teil deutlich von ihr distanzieren, das Wasser abgraben will.

Dann ist immer wieder zu lesen, wir Bahnfahrer würden den Streik verstehen und unterstützen!?
NEIN, tun wir nicht und wir sind stinksauer auf diese Mini Gewerkschaft!

Wie wäre es denn, wenn die Mitarbeiter der örtlichen Energieunternehmen beim nächsten Streik einfach mal stundenweise den Strom abstellen, die Mitarbeiter der Wasserwerke das Wasser und so weiter und so weiter. Das ist doch die logische Weiterführung dieses Konzeptes.

Ich hoffe wirklich, diese dämliche Gewerkschaft wird irgendwann von einer größeren Gewerkschaft geschluckt, die mit dem Mittel Streik, welches immer das letzte in einem Arbeitskampf ist, besser und verantwortungsvoller umgeht!

Ähnliche Beiträge

2 Gedanken zu „GDL, oder ein Land in Geiselhaft

  1. Bin voll und ganz deiner Meinung.
    Das Verhalten dieser Gewerkschaft eine ganze Nation als Druckmittel zu nutzen ist eine Unverschämtheit und rechtlich auch fraglich.

Kommentar verfassen